IFWW
Institut zur Förderung der Wassergüte-
und Wassermengenwirtschaft e. V.
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IFWW - Förderpreis 2017


Richtlinie


Zielsetzung und Inhalt

Das IFWW schreibt einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. Dabei werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit innovativen Methoden oder Verfahren bzw. neuen Erkenntnissen in folgenden Bereichen befassen:

  • Trinkwasser
  • Abwasser
  • Gewässerschutz
  • Grundwasser
  • Flussgebietsmanagement und
  • Abfall/Altlasten
Der IFWW-Förderpreis 2017 wird für zwei Kategorien ausgeschrieben:
  • Promotionen
  • Diplom- oder Masterarbeiten

Teilnahmevoraussetzung

Da der wissenschaftliche Nachwuchs berücksichtigt werden soll, wird insbesondere dieser zur Teilnahme ermutigt. Eine Altersgrenze existiert nicht. Die Bewerberinnen und Bewerber können die Arbeiten an Universitäten/Hochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland, an Fachhochschulen oder auch in einem Mitgliedsunternehmen bzw. in einer Institution des IFWW angefertigt haben. Zugelassen sind auch Gemeinschaftsarbeiten. Die Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre sein und müssen abgeschlossen sein.


Ausstattung des Preises

Der Preis beträgt 4.000,- EUR. Er soll auf o.a. zwei Kategorien entsprechend der Bewertung der eingereichten Arbeiten geteilt werden.


Auswahlverfahren und Ablauf

Das Auswahlverfahren ist zweistufig gestaltet. Auf der ersten Stufe erfolgt eine Vorauswahl durch die Preiskommission (Jury) anhand der bei der Bewerbung eingereichten Abstracts. Sie wählt die besten Arbeiten aus, die dann zur Einreichung einer Powerpoint-Präsentation (maximal 10 Minuten Vortragszeit) aufgefordert werden. Die nach Punkten 8 besten Arbeiten sollen während der ESSENER TAGUNG im Forum "Young Scientists" voraussichtlich am 22. März 2017 mittels der eingereichten Powerpoint-Präsentation vorgestellt werden.

Auf der zweiten Stufe wählt die Preiskommission aufgrund der eingereichten Präsentationen die zu prämierenden Arbeiten aus. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Verfasser der zugelassenen Arbeiten erhalten eine Freikarte für die 50. ESSENER TAGUNG, die vom 22. bis 24. März 2017 in Aachen stattfinden wird. Die Kurzvorträge werden im endgültigen Programm der Essener Tagung mit Autor/-in und Titel der Arbeit aufgeführt. Alle in die engere Auswahl gekommenen Präsentationen werden nach der ESSENER TAGUNG im Internet auf der IFWW-Seite publiziert.


Beurteilungskriterien

Bei der Auswahl der Preisträger in den zwei Kategorien finden folgende Kriterien Berücksichtigung:
  • wirtschaftliche Relevanz
  • Qualität der Präsentation
  • Praxisbezug
  • Kreativität
  • Innovation
Bei der Beurteilung werden wirtschaftliche Relevanz und Qualität der Präsentation doppelt gewichtet.


Hinweise zur Antragsstellung

Bewerbungsunterlagen sind im Internet hier abrufbar. Einzureichen ist eine zweiseitige Zusammenfassung (Abstract). Diese soll einen Absatz enthalten, der die für die Praxis verwertbaren Kernergebnisse spiegelstrichartig beschreibt.

Einsendeschluss ist der 30. November 2016 beim Geschäftsführer des IFWW.

Eine besondere Eingangsbestätigung erfolgt nicht. Die Jury trifft anhand der Abstracts die Auswahl zur Zulassung der Präsentation. Die ausgewählten Bewerber/innen  werden einzeln schriftlich aufgefordert, eine selbsterklärende Powerpoint-Präsentation über die entsprechende Arbeit zur ESSENER TAGUNG einzureichen.
Abstract und Präsentation sind in deutscher Sprache abzufassen bzw. zu halten.


Preisverleihung

Der IFWW-Förderpreis wird zu Beginn der 50. ESSENER TAGUNG in Aachen verliehen.



Mitglieder der Jury 2017


Präsident Dr. Th. Delschen
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Essen
Vorsitzender der Jury

Dipl.-Ing. H.-B. Schumacher
Geschäftsführer Bergisch-Rheinischer Wasserverband, Haan
Vorsitzender des IFWW-Vorstandes

Prof. Dr.-Ing. N. Jardin
Vorstand Ruhrverband, Essen


Dr. Chr. Donner
Leitung Technik der RWW
Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH, Mülheim


Prof. Dr.-Ing. J. Pinnekamp
Institut für Siedlungswasserwirtschaft, RWTH Aachen


Dr. W. Manheller
Geschäftsführer des IFWW, Viersen


Änderung der Richtlinie

Das IFWW behält sich vor, diese Richtlinie zu ändern.


Viersen, 02. August 2016

Der Geschäftsführer des IFWW
Dr. rer. nat. Wilfried Manheller
Am Niersverband 10
41747 Viersen

E-mail: wilfried.manheller@ifww-nrw.de



Bisherige Preisträger:

2002

1. Preis:
Dr.-Ing. K.-G. Schmelz
Co-Vergärung von Klärschlämmen und Bioabfällen
Universität Weimar, Emschergenossenschaft/Lippeverband

2. Preis:
Frau Dr.-Ing. A. Hippen
Einsatz der Deammonifikation für die Behandlung hoch stickstoffhaltiger Abwässer
Universität Hannover

3. Preis:
Dr.-Ing. A. Bäumer
Lebenszykluskostenanalyse im Rahmen von Ersatzentscheidungen in der Nutzungsphase
RWTH Aachen, Ruhrverband


2003

1. Preis:
Dr.-Ing. T. Dose
Bedienung instationärer Durchflüsse in gestauten Fließgewässern auf der Basis des Wasserspiegelgefälles
Universität Wuppertal

2. Preise:
Frau. Dipl.-Geogr. J. Anhelm
Kann die Ruhr als "erheblich veränderter" Wasserkörper eingestuft werden?
Universität Bochum

Dipl.-Ing. J. Wagner
Optimierung von Druckbelüftungssystemen in der Abwasserbehandlung
Universität Hannover


2004

1. Preis:
Dr.-Ing. Chr. Felske
Minimierung der Restgasemissionen aus Siedlungsabfalldeponien durch Methanoxidation in Deponieabdeckschichten
Universität Duisburg-Essen, AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH

Anerkennungspreis:
Dipl.-Ing. M. Engelberg, Dipl.-Ing. T. Kutschowitz
Kanalreinigung mit dem Hochdruck-Spülverfahren - Praktische Untersuchungen von Hochdruckwasserstrahlen und deren Auswirkungen auf Rohrwerkstoffe
Fachhochschule Bochum


2005

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herrn Dr.-Ing. V. Erbe
Entwicklung eines integralen Modellansatzes zur immissionsorientierten Bewirtschaftung von Kanalnetz, Kläranlage und Gewässer

Kategorie II: Diplom- und vergleichbare Arbeiten:
Frau A. Lettowsky
Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammverbrennungsasche

Herr Ph. Staufer
Optimierung des Spülbetriebs in Stauraumkanälen


2006

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herrn Dr.-Ing. Martin Wett
Deckschichtfaulung im Membranbelebungsverfahren
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft Universität Kassel

Kategorie II: Diplom- und vergleichbare Arbeiten:
Frau Dipl.-Ing. Katja Lumpp
Untersuchungen zum Einsatz der In-situ-Aufbereitung zur Arsenelimination in West-Bengalen / Indien
Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft Universität Stuttgart


2007

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herrn Dr.-Ing. Marco Ritzkowski
Beschleunigte aerobe in-situ Stabilisierung von Altdeponien am Beispiel der Altdeponie Kuhstedt

Herrn Dr.-Ing. Pavel Ivashechkin
Elimination organischer Spurenstoffe aus kommunalem Abwasser

Kategorie II: Diplom- und vergleichbare Arbeiten:
Frau Dipl.-Biotechnologin Anja Hillmann und Herrn Dipl.-Biotechnologe Fabian Westermeier
Ein biotechnologisches Verfahren zur Reduktion von Antibiotikaresistenzen im Abfluss von Kläranlagen


2008

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herrn Dr.-Ing. Stefan Fach
Retentionswirkung und Stoffrückhalt von ausgewählten wasserdurchlässig befestigten Verkehrsflächen

Frau Dr.-Ing. Corinna Schrader
Verfahrenstechnische Möglichkeiten zur Entfernung von organischen Spurenstoffen aus kommunalem Abwasser

Kategorie II: Diplom- und vergleichbare Arbeiten:
Frau Dipl.-Ing. Nicole Große
Einsatz von innovativen Oxidationsverfahren zur Elimination von schwer abbaubaren, organischen Mikrokontaminanten im Ablauf kommunaler Kläranlgen.


2009

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herrn Dr.-Ing. David Montag
Phosphorrückgewinnung bei der Abwasserreinigung - Entwicklung eines Verfahrens zur Integration in kommunalen Kläranlagen

Kategorie II: Diplom- und vergleichbare Arbeiten:
Herrn Dipl.-Biologe Paul Stopp
Untersuchungen der mikrobiellen Populationsdynamik während der Abfallbehandlung zur Beurteilung der biologischen Abbaubarkeit mittels Impedanzanalytik

Herr Dipl.-Ing. Thomas Osthoff
Entwicklung von Inbetriebnahmestrategien mittels Simulationsstudien für die membranbasierte Prozesswasserbehandlung des Gruppenklärwerks Kohlfurth


2010

Kategorie II: Diplom-, Master- und vergleichbare Arbeiten:
Frau Dipl.-Ing. Anne Maria Ostendarp
Untersuchungen zur weitergehenden Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Echthausen mittels einer Ultrafiltrationsanlage


2011

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herrn Dr.-Ing. Silvio Beier
Elimination von Arzneimitteln aus Krankenhausabwasser

Kategorie II: Diplom-, Master- und vergleichbare Arbeiten:
Frau Nina Vomberg
Kombinierte Nutzung innerstädtischer Plätze und Flächen zum Wasserrückhalt nach sommerlichen Konvektionsniederschlägen zur Entlastung von Kanalisationssystemen


2012

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Frau Dr.-Ing. Ruth Brunstermann
Entwicklung eines zweistufigen Verfahrens zur kontinuierlichen Wasserstoff- und Methanerzeugung aus organischen Abfällen und Abwässern

Frau Dr.-Ing. Daniela Tacke
Crossflow-Belüftung zur Deckschichtkontrolle im Membranbelebungsverfahren


Kategorie II: Diplom-, Master- und vergleichbare Arbeiten:
Herr Dipl.-Ing. Yannick Taudien
Einsatz von Pulveraktivkohle zur Elimination von CSB und Mikroschadstoffen in der Flockungsfiltration einer kommunalen Kläranlage


2013

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herr Dr.rer.nat. Martin Leson
Untersuchungen zum Nitratabbau im Grundwasserleiter der Halterner Sande


Kategorie II: Diplom-, Master- und vergleichbare Arbeiten:
Frau Ludwika Martha Nieradzik, M.Sc.
Biofouling removal from RO-membranes


2014

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Frau Dr.-Ing. Katrin Krebber
Optimierung der Energiebilanz von Membranbioreaktoren



Kategorie II: Diplom-, Master- und vergleichbare Arbeiten:
Herr M.Sc. Vasco Elbrecht
Insekten als Indikatoren für Renaturierungserfolge


2015

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herr Dr.-Ing. Marko Siekmann
Eine Strategie zur Anpassung der Siedlungsentwässerung an die Auswirkungen des Klimawandels



Kategorie II: Diplom-, Master- und vergleichbare Arbeiten:
Herr Marcel Görmer
Charakterisierung von Schlämmen aus rezirkulierenden Fischzuchtanlagen im Hinblick auf deren Vergärungs- und Co-Vergärungseigenschaften


2016

Kategorie I: Promotions- und vergleichbare Arbeiten:
Herr Dr.-Ing. Harald Exler
Leistungsfähigkeit der Ultra-Low-Pressure-Ultrafiltration (ULPUF) zur dezentralen Wasseraufbereitung in Not- und Katastrophenfällen


Kategorie II: Diplom-, Master- und vergleichbare Arbeiten:
Herr Steven de Priest
Modelltechnischer und planerischer Umgang mit Außengebietsabflüssen am Beispiel eines städtischen Einzugsgebiets